Sie sind hier: Kindergarten / Zusammenarbeit
...

Zusammenarbeit

Eine wesentliche Bedingung für das Gelingen der Erziehungs- und Bildungsarbeit ist die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Erwachsenen.

Die Pflege dieser Zusammenarbeit ist fester Bestandteil der Waldorfpädagogik.

Zusammenarbeit im Kollegium

Um der Arbeit mit den Kindern und der Eltern gerecht zu werden, bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit im Kollegium. Im täglichen Austausch und der wöchentlich stattfindenden Konferenz werden pädagogische Themen und Organisatorisches bearbeitet. Ein wichtiger Bestandteil sind sogenannte Kinderbesprechungen, in denen methodisch geführt, aktuelle Fragen des pädagogischen Umgangs mit einzel-nen Kindern besprochen werden. Ziel ist niemals die Be- oder gar Verurteilung des Kindes, sondern der stete Versuch, sich durch gemeinsame, vorurteilsfreie Betrachtung dem Wesen des Kindes zu nähern und seine Entwicklungssituation möglichst in allen anthropologischen, medizinischen und sozialen Bedingungen detailliert zu erfassen. Aus dieser Arbeit wird, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den Eltern, ein therapeutisch- pädagogisches Konzept entwickelt, um dem betroffenen Kind in der ihm gemäßen Weise helfen zu können. Regelmäßige Fort- und Weiterbildung sind selbstverständlich, ebenso wie unsere mehrmals im Jahr stattfindenden Klausurtage.

Interessierten Menschen oder Menschen in der Ausbildung bieten wir die Möglichkeit durch Hospitationen oder Praktika Einblick in unsere Arbeit zu bekommen.

Elternarbeit / Elternmitwirkungsmöglichkeiten

Die Arbeit in der Waldorfkinderkrippe und im Waldorfkindergarten ist geprägt durch das Zusammenwirken von Erziehern und Eltern. Gemeinsam mit den Eltern wollen wir die Erziehungsidee der Waldorfpädagogik verwirklichen und somit den Kindern zu einer bestmöglichen Entwicklung verhelfen. Um dieses Ziel zu erreichen ist die inhaltliche und organisatorische Mitarbeit der Eltern zwingend erforderlich.

Neben informativen Angeboten wie Elternabenden, Möglichkeit der Hospitation in der Gruppe, Elternsprechstunden, Gesprächskreisen, Vorträgen und Hausbesuchen haben die Eltern die Möglichkeit sich aktiv in folgenden Arbeitskreisen zu engagieren, die jeweils von einer Erzieherin begleitet werden:

 

 

Zusammenarbeit mit Therapeuten, Ärzten und Fachberatern

Allgemeingültige Entwicklungsschritte werden von Kindern in deutlich individueller Weise vollzogen. Die Grenze zwischen der individuellen Signatur einerseits und Auffälligkeiten andererseits, die besonderer Beachtung und Begleitung bedürfen, ist fließend. Um dem Besonderen des einzelnen Kindes möglichst nahe zu kommen, arbeiten wir im Netzwerk mit einem Therapeutenkreis (Schularzt der Waldorfschule, Ergotherapeuten, Logopäden, Heileurythmisten und anderen Fachleuten) zusammen, deren fachkundiger Blick das Erziehungs- und Bildungsgeschehen unterstützt.

Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule

Menschliche Entwicklung ist ein Kontinuum. Sie kennt keine Grenze zwischen Elementar- und Primärstufe, zwischen Vorschulzeit, Schulzeit und Jugend. Je ganzheitlicher die Entwicklungsjahre wahrgenommen werden können, desto mehr entspricht dies dem heranreifenden Menschen. Deshalb sieht es die Waldorfpädagogik als ihre Aufgabe an, dass Krippe, Kindergarten und Schule sich als Einheit verstehen und in der bestmöglichen Weise zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit findet auf verschiedenen Ebenen statt. Ein Bestandteil ist der regelmäßige Austausch mit der Schule, hierbei liegt ein wichtiger Aspekt in der intensiven Begleitung beim Übergang eines Kindes vom Kindergarten in die Schule. Gemeinsam mit den Erziehern, dem Aufnahmegremium der Lehrer und dem Schularzt wird das einzelne Kind betrachtet. Der daraus gewonnene Blick auf das Kind und die Entwicklungsgespräche mit den Eltern bilden die Grundlage für einen bewusst gestalteten und dem jeweiligen Kind entsprechenden Übergang in die Schule. Wenn Kinder aus unserem Waldorfkindergarten in eine kommunale Grundschule wechseln, ist es uns ein Anliegen Arbeits- und Gesprächskontakte mit den Rektoren und Kollegen der Grundschulen zu pflegen, um zusammen mit ihnen und den Eltern eine optimale Lösung für das Kind zu finden.

Zusammenarbeit im Bezirk, der Region, überregional, international

Die Waldorfkinderkrippe und der Waldorfkindergarten Würzburg arbeiten eng mit anderen Waldorfeinrichtungen zusammen. In regelmäßigen Abständen treffen sich die Kollegien der Waldorfkindergärten aus dem Bezirk Unterfranken zu sogenannten Bezirkstreffen. Dazu gehören Würzburg, Schweinfurt, Haßfurt, Aschaffenburg und auch Bamberg (Oberfranken) und Dinkelsbühl (Mittelfranken).

Die Waldorfkindergärten der Region Nordbayern kommen zweimal jährlich zu einer Regionaltagung zusammen.

Die Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V. veranstaltet zweimal jährlich eine mehrtägige Fortbildung, an der Erzieherinnen und Erzieher aus aller Welt teilnehmen.