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Überblick

Am Anfang des letzten Jahrhunderts stand der Ruf nach einer neuen, menschengemäßen Pädagogik. Dieser Ruf erging an Rudolf Steiner, der aus der anthroposophischen Bewegung heraus die Waldorfpädagogik und ihre umfassende Menschenkunde an die Menschen weitergab und so eine neue „Erziehungskunst“ entwickelte, die bis in die heutige Zeit wirkt.

Unsere Erziehungspraxis im Waldorfkindergarten und der Waldorfkinderkrippe Würzburg basiert auf der Menschenkunde Rudolf Steiners und orientiert sich an den Entwicklungsstufen des Kindes.

Rudolf Steiners Erziehungsmotto fasst er selbst in folgenden Worten zusammen:

“Das Kind in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen und in Freiheit entlassen.“

Die Erziehung zur Freiheit ist ein hohes Ideal und es bedarf einer genauen Kenntnis der kindlichen Entwicklung, damit dieses Ziel Realität werden kann.

Die Erziehung des kleinen Kindes basiert auf zwei bedeutenden Gesichtspunkten:

Einer davon ist Rhythmus und Wiederholung. Rhythmen wie Einatmen und Ausatmen, Tag und Nacht und der Wechsel der Jahreszeiten bestimmen unser Leben. Der Tagesablauf in unserer Einrichtung wird ebenso bewusst gegliedert wie der Ablauf der Woche und des ganzen Jahres. Der christliche Jahreslauf gibt die übergeordnete Orientierung für das Kindergartenjahr.

Diese sich wiederholenden Rhythmen erleben die Ein- bis Siebenjährigen in altersgemischten Gruppen. Im kontinuierlichen Wechsel von konzentriertem und bewegtem Tun schaffen wir den Kindern eine Atmosphäre von Sicherheit und Vertrauen.

Der zweite bedeutende Gesichtspunkt für die Erziehung des kleinen Kindes ist das Prinzip von Vorbild und Nachahmung. In den ersten Lebensjahren eignet sich das Kind Fähigkeiten vor allem durch Nachahmung an. Alle Sinneseindrücke werden von ihm ungefiltert aufgenommen. Jedes Geräusch, jede Farbe und Form, alles was es tastend fühlt usw. dringt tief in seine Leiblichkeit ein. Deshalb ist es unser Bemühen dem im Werden und Wachsen begriffenen Kind durch positive Vorbilder und natürlich sinnliche Erfahrungen zur bestmöglichen Entwicklung zu verhelfen.

Waldorfpädagogik ist kein Programm, jeder Pädagoge ist aufgefordert, aus eigener Verantwortung die Erziehung der Kinder zu gestalten.