Sie sind hier: Waldorf-Seminar / Waldorf-Lehrer-Seminar / Studieninhalte / Künstlerischer Bereich
...

Malen und Zeichnen

In mehreren Kursen erfolgt eine praktische Einführung in verschiedene künstlerische Techniken, die an der Waldorfschule gelehrt werden, sowie die Erläuterung ihrer pädagogischen Wirkung auf die Entwicklung der Kinder. Außerdem können die Seminaristen durch das intensive künstlerische Tun ihre schöpferischen Fähigkeiten und Fantasiekräfte wecken und damit ihre Persönlichkeit entfalten.


Plastizieren

Das Plastizieren mit Ton bietet die Möglichkeit, Formen im Raum entstehen zu lassen,schafft sich doch jede Form – oft unbemerkt – ihren Umraum, was eine künstlerische Auseinandersetzung ermöglicht.

Von elementaren Formerfahrungen ausgehend lassen sich naturalistische wie ungegenständliche Themen entwickeln, bis hin zum Modellieren des menschlichen Hauptes.


Sprachgestaltung

Auch die Sprache kann als Kunst entdeckt werden. Sprachgestaltung ist die von R. Steiner erneuerte Sprechkunst. Sie basiert auf dem Erleben der verschiedenen Lautqualitäten, mit denen der Sprecher Wörter, Sätze und Gedanken durch Stimme und Atem in Bewegung bringt. So wird der Inhalt des Gesprochenen nicht nur über die Vorstellung transportiert, sondern als lebendiger Prozess erlebbar. Dem Übenden eröffnet die Sprachgestaltung Begegnung und Auseinandersetzung mit den Gesetzmäßigkeiten der Sprache und damit mit sich selbst und der Welt. Sie ist ein Baustein zur Persönlichkeitsentwicklung und grundlegendes Instrument für Lehrer und Erzieher.

Inhalte:
Im durchgehend wöchentlich stattfindenden Unterricht werden Sprachübungen von R. Steiner gesprochen, die Artikulations-, Stimm- und Atemübungen beinhalten. Desweiteren werden literarische Texte, meist lyrische, metrisch gebundene Gedichte und Auszüge aus Versen, sprechend gestaltet.  


Eurythmie

Eurythmie ist eine von Rudolf Steiner ab 1912 entwickelte Bewegungskunst (Tanz). Durch Gesten und Bewegungen, – wobei der ganze Mensch zum „Instrument" wird, wird Sprache oder Musik „sichtbar" gemacht. Laute der Sprache, Töne, Intervalle, ja selbst Formen der Grammatik werden darstellbar, erlebbar und sichtbar für andere. Als Gruppe oder als einzelne Person handelnd entstehen Choreografien, die dem Raum eine Gestaltung in der Zeit geben. Als wöchentlich durchlaufende Unterrichtsstunde am Seminar ermöglicht Eurythmie zudem eine erweiterte Selbsterfahrung. Dabei geht es um das bewusste Ergreifen des eigenen Leibes, die Wahrnehmung des anderen in der Gruppe und um die Veränderung, die dadurch in mir entsteht.

Als Unterrichtsfach an der Waldorfschule gegeben, besteht der Sinn der Eurythmie u.a. darin, dem Schüler Sicherheit und Selbstvertrauen im Umgang mit sich selbst auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene zu verschaffen bzw. diese zu harmonisieren.