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Theosophie

In dem Kurs "Theosophie" setzen wir uns mit der Anthropologie auseinander. In seinem gleichnamigen Buch entwickelt Rudolf Steiner systematisch das anthroposophische Menschenbild, eine Anthropologie, die der Waldorfpädagogik zugrunde liegt und die selbstverständlich weiterentwickelt und ergänzt wird durch die aktuellen Forschungsergebnisse. Dieses Menschenbild erfasst das leibliche, seelische und geistige Wesen des Menschen. Erweitert wird es durch das Konzept der Reinkarnation sowie den Blick in das Nachtodliche. Das Buch endet mit einigen Bemerkungen zur Erkenntnismethode und zur spirituellen Schulung (Meditation).


Sinneslehre

Die Sinne sind die Werkzeuge und Instrumente, mit denen der Mensch die Welt wahrnimmt und ihr begegnet. Die Möglichkeiten der Waldorfpädagogik, diesen Bereich der menschlichen Entwicklung fördernd und stützend zu begleiten, werden in diesem Kurs aufgezeigt und praktisch dargestellt. Vor allem auch die Gefährdung und mögliche Heilung der Sinne stehen im Blickpunkt dieser Seminareinheit.


Biografische Rhythmen

Neben Wachstum, Entstehen, Sterben und Fortpflanzung gehört zum Leben Rhythmus. Ohne Rhythmus gibt es kein Leben. Ausgehend von alltäglichen Erfahrungen wie Pulsschlag und Atem oder Wachen und Schlafen betrachten wir die vielfältigen Rhythmen im menschlichen Leben.

Jedoch sind wir als Mikrokosmos – wenngleich in freilassender Weise – auch mit dem Makrokosmos und seinen Rhythmen verbunden. Ja sogar im Sozialen lassen sich Rhythmen beobachten. Als „Gestalter der Zeit" – so könnte man den Lehrer- und Erzieherberuf auch bezeichnen – ist es auch unsere Aufgabe, die gewonnenen Erkenntnisse in die pädagogischen Arbeit einfließen zu lassen.


Fragen der Selbsterkenntnis und Selbstschulung

Der Kurs versucht das Tor zu öffnen für einen inneren Entwicklungsimpuls eines zukünftigen Waldorflehrers oder Mitarbeiters in einem pädagogischen Zusammenhang. Die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Tun und der anthroposophische Schulungsweg sind Thema dieses Kurses.


Erziehung des Kindes

Dem Geheimnis der Kindheit und Jugend auf die Spur zu kommen und dabei die Gesetzmäßigkeiten und Bedingungen der Entwicklung des Kindes kennen zu lernen, ist zentral für jede Pädagogik. In der frühen Schrift „Die Erziehung des Kindes" hat Rudolf Steiner diese Abläufe gerafft dargestellt. Einzig die Einsichten in das Wesen des Menschen und das Bedürfnis der Kinder sind maßgeblich für die Erziehung, nicht wirtschaftliche, gesellschaftliche oder politische Vorgaben.


Allgemeine Menschenkunde

Die menschenkundlichen Vorträge Rudolf Steiners bilden das Zentrum der Waldorf-Erziehungsausbildung. Sie sind gesprochen aus einer geistigen Haltung, die in der materialistisch gestimmten Welt nicht leicht aufrecht zu halten ist. Mit geweitetem Blick auf den individuellen Menschen und die allgemeine (kosmische) Entwicklung des Menschen beziehen sich die Vorträge oft auf die medizinisch-physischen Tatsachen der menschlichen Organisation, zugleich suchen sie den Austausch mit der modernen psychologischen Forschung, vor allem aber verkörpern sie das Bestreben, stets den geistigen Aspekt des Menschseins in die pädagogische Arbeit mit einzubeziehen. Sobald wir den Menschen betrachten als ein Wesen, das lernen soll, in der Welt seine moralische Freiheit zu behaupten, muss die Pädagogik sehr behutsam schauen, was ein Kind einerseits für sein jeweilig gegenwärtiges Leben mitbringt und andererseits, was es auf bestimmten Altersstufen an Fähigkeiten auszubilden hat. Für das Individuelle wie auch das Allgemeine des Kindes schärfen die Vorträge unter immer neuen Themenstellungen den Blick und bilden somit eine Quelle ständiger Erneuerung für den Lehrer. Als angewandte Geisteswissenschaft bieten die Vorträge dem Erzieher eine Handreichung, um im Studium sein Verantwortungsbewusstsein für seine Aufgaben beständig zu erweitern.


Überblick über die Lehrfächer und ihre Bedeutung für die Entwicklung

Kinder und Eltern erleben Schule stets als eine Einheit, als ein Ganzes. Umso mehr wird es das Anliegen des Kollegen oder Erziehers sein, zu erkennen, wie das eigene fachliche Tun im Schulganzen steht. So kann beispielsweise bei einer Erzieherin Interesse entstehen für das Anliegen des Gartenbaus. Und ein Oberstufenlehrer wird sich die Schritte klar machen, die das Kind in der Handarbeit der 1. Klasse tut, welche auf eine feine Art und Weise die Grundlage seiner Arbeit sind.

In jeweils 2 bis 4 Doppelstunden wird von Fachkollegen der Beitrag wichtiger Fächer zur Entwicklung des Kindes dargestellt. In der Gesamtschau der Fächer liegt ein Punkt, von dem sich Erkenntnis für den eigenen Ort in der Schule gewinnen lässt.


Die Sozialgestalt der Waldorfschule

Die Waldorfschule ist eine freie, selbst verwaltete Schule, die mit den anderen Waldorfschulen auf der Welt zusammenarbeitet. Möglichkeiten und Probleme der inneren und äußeren Struktur sind zentral.