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Regelstudiengang für Erzieherinnen und Erzieher

Das Seminar umfasst mehr als 800 Stunden theoretischen, künstlerischen und praktischen Unterricht in etwa 26 Blöcken während drei Jahren. Ein Block dauert von Donnerstag-Nachmittag bis Samstag-Abend. Es sind ca. 9 Blöcke pro Jahr vorgesehen. Pro Jahr findet zusätzlich eine Blockwoche in München statt, die den Krippenthemen gewidmet ist. Dazu kommt der Aufwand für zwei Kinderbeschreibungen und die Seminararbeit, die seminaröffentlich im dritten Jahr präsentiert wird.

Nach Absprache ist es möglich, einzelne Bereiche zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. An anderer Stelle erbrachte gleichwertige Ausbildungsleistungen werden auf Antrag angerechnet.


1. Studienjahr

Ab 2015 stehen im ersten Studienjahr die Grundlagen der Waldorfpädagogik im Vordergrund. Dazu gibt es Kurse über Rhythmen, die Erziehung des Kindes, Sinneslehre und Fragen der Selbsterkenntnis und Selbstschulung. Im Künstlerischen stehen Zeichnen, Malen, Plastizieren, Eurythmie, Musik und Sprachgestaltung auf dem Programm. Zahlreiche praktische Kurse ermöglichen es, einen gründlichen Einblick in die Praxis von Krippe, Kindergarten und Hort zu gewinnen.


2. und 3. Studienjahr

Im zweiten Studienjahr befassen wir uns mit Themen aus der Allgemeinen Menschenkunde und gewinnen durch ausgewählte Einzeldarstellungen vertiefte Kenntnisse zu Einzelaspekten der Praxis im Kindergarten, Krippe und Hort. Hinzu kommen zahlreiche künstlerische und praktische Kurse, die spezieller auf das Berufsbild des Erziehers zugeschnitten sind. Das künstlerische Programm ist wie im ersten Jahr, umfasst aber nun auch elementare Musikpädagogik. Die Seminararbeit wird angelegt.


Seminararbeit

Seminarteilnehmer, die eine Studienurkunde erhalten wollen, schreiben eine Seminararbeit, die eine pädagogische Frage aus verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet.


Praxisjahr

In einem Praxisjahr (in der Regel dem dritten Ausbildungjahr) arbeiten Sie in einer waldorfpädagogischen Einrichtung, eventuell auch in Teilzeit. Sie werden durch die Leitung kompetent in die Praxis eingeführt und haben die Möglichkeit, die Anregungen aus den ersten Studienjahren zu vertiefen. Während Ihrer Tätigkeit erfolgen zwei ganztägige Praxisbesuche durch eine von der Vereinigung der Waldorfkindergärten dazu beauftragte Kraft. Zwischen dem zweiten Studienjahr und dem Praxisjahr dürfen maximal drei Jahre Unterbrechung liegen.