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Der menschenkundliche Ansatz

Unser Konzept des „Bewegten Klassenzimmers“ geht von der Annahme aus, dass die freie Entfaltung der Kinder und Jugendlichen einen möglichst gesunden Körper voraussetzt. Der Ansatz zielt nicht nur darauf, die inzwischen gesellschaftlich eingetretenen Defizite (z.B. Antriebsarmut, Bewegungsmangel, Hyperaktivität, sinkende Sozialkompetenz usw.) zu lindern, sondern gilt vielmehr vor allem der Entfaltung der bewegenden Impulse unserer Schule als einer maßgeblichen Institution der Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die gemeinsam nach interessanten Formen des Lernens und des Unterrichts suchen. Auf den Kern aller schulischen Bemühungen zurückgeführt, entspricht das „Bewegte Klassenzimmer“ dem inneren Bewegungs- und Forschungsdrang der Kinder. Eingebettet in dieser Absicht, ermöglichen die aufgelockerten Formen des Lernens und Vermittelns die individuelle und gemeinsame Entfaltung von Eigenaktivität, Lernmotivation, emotionale und kognitive Intelligenz wie auch die Entwicklung von Sozialkompetenzen.


Die Klassenform

Das Konzept „Bewegtes Klassenzimmer“ schließt bewegliches Mobiliar genauso ein wie einen Teppichboden, der die Atmosphäre des Klassenzimmers positiv beeinflusst. In den Klassen eins bis drei sind Kissen, Teppiche und Bänke anstatt Tische und Stühle zu finden. Die vorhandenen Bänke ergänzen die Wahl des freien Sitzens durch ihre Form (sie sind leicht, stapelbar, platzsparend und können auch zum Spielen verwendet werden). Die klassische Tafel dient für Bilder und Texte sowie als Übfläche für große, geführte Bewegungen. Die Sitzordnung wird den erwähnten Prämissen untergeordnet, was der Förderung der direkten Kommunikation (z.B. durch Kreissitzen, Gruppenformen usw.) wie der erlebbaren Erkenntnis dient, dass alles Äußerliche veränderlich ist und den Erfordernissen der gemeinsamen Interessen angepasst werden kann. In dieser Bewegtheit entstehen Räume für das individuelle wie auch gemeinsame Spielen (z.B. Hüpf-, Konzentrations- und Selbstwahrnehmungsspiele), Lernen (z.B. wirkliche, körperliche Interaktionen und Sprechen),  Bewegen und Arbeiten mit den unterschiedlichsten Methoden (z.B. Sitzgruppen unterschiedlicher Größe, bewegte Vermittlungen, Antworten suchen im Raum usw.).



In der 4. Klasse

wird das bewegte Klassenzimmer mit Klapptischen fortgeführt. Die SchülerInnen empfinden sich schon als zu groß, um noch an Bänken auf dem Boden sitzend arbeiten zu können. Zudem nimmt das schriftliche Arbeiten zu, so dass mehr Zeit am Tisch notwendig wird. Dennoch können auch hier die verschiedenen positiven Aspekte des „Bewegten Klassenzimmers“ mit Hilfe von klappbaren Schultischen genutzt werden. Ähnlich wie bei den Bänken in den unteren Klassen sind sie so gebaut, dass die Schüler sie selbst auf- und abbauen und platzsparend (durch die kippbare Arbeitsplatte) verstauen können.

Das bewegte Klassenzimmer in der 4.Klasse

Der bewegliche Tisch...
... alle aufgeräumt ...
... in Gruppen aufgestellt ...
... Frontal ...
... der Plan ...