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Das Profil

  • Ohne Notendruck und ohne Sitzenbleiben zu Waldorfabschluss, Mittlerer Reife oder Abitur
  • Englische und französische Sprache erleben durch Spiel und Nachahmung schon ab der 1. Klasse
  • Selbstbewusstsein stärken, Sozialkompetenz und Lernfähigkeit fördern durch Theater, Musik, Eurythmie, Kunst und Handwerk
  • Lebensnah lernen durch Praktika im Bereich Landwirtschaft, Landvermessung, soziale Einrichtungen und in Betrieben

Die Klassen

Altersgerechte Lernstufen
Der Lehrplan baut auf den unterschiedlichen Entwicklungsstufen des Heranwachsenden auf, die sich in körperlichen und seelischen Entwicklungsschritten vollziehen. Diese großen und kleinen Rhythmen berücksichtigend, führt der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin die Schülerinnen und Schüler während der ersten acht Jahre im Hauptunterricht. Es gibt für jede Klassenstufe 1-12 eine Klasse, sowie jeweils eine Prüfungsklasse für die Mittlere Reife und das Abitur. Seit dem Schuljahr 2013/14 wird die Mittlere Reifeklasse im Anschluss an die 11. Klasse angeboten.

 

Klassenlehrer/Klassenbetreuer
Der Klassenlehrer kann in dieser Entwicklungsphase den Kindern die nötige feste Orientierung geben und zugleich zwischen sich, Schülern und Eltern einen engen Kontakt entstehen lassen. Gegen Ende dieser Phase öffnen sich die Schüler stärker der Welt und suchen die Vielfalt. Deshalb werden sie ab der neunten Klasse von verschiedenen Fachlehrern unterrichtet und von einem Klassenbetreuer begleitet.

 

Die Klassengemeinschaft
Die langjährige Klassengemeinschaft bietet den Schülern ein soziales Übungsfeld auch über die Schulstunden hinaus: Hier entwickeln sich Verantwortlichkeit und gegenseitige Unterstützung. Viele gemeinsame Unternehmungen – Ausflüge, Spiele und Feste, Praktika und Reisen – formen und fördern Teamfähigkeit und ganz generell die soziale Kompetenz.

 

Klassengröße
In einer großen Klasse kann durch die Vielzahl der unterschiedlichen Persönlichkeiten, Temperamente und Eigenschaften der Kinder über 12 Schuljahre eine soziale Gemeinschaft entstehen, in der die jungen Heranwachsenden von- und miteinander lernen. In der Regel wird nur im Hauptunterricht die gesamte Klasse von 30-36 Kindern gemeinsam unterrichtet. In den meisten Fachstunden wird in zwei Gruppen aufgeteilt, in praktischen Fächern auch gedrittelt. Die größeren Lerngruppen werden zum Teil von zwei Lehrkräften unterrichtet.


Rhythmus und Epoche

Auch die Rhythmen von Jahr, Monat, Woche und Tag sind in das Leben der Schule eingegliedert. In Epochen von drei bis vier Wochen Dauer wird täglich in den beiden ersten Stunden – Hauptunterricht – das gleiche Fach eines sachkundlichen, naturwissenschaftlichen oder künstlerischen Gebietes unterrichtet. So haben die Schüler zum Beispiel drei Wochen lang jeden Tag eine Doppelstunde Geschichte, dann wieder drei Wochen lang eine Doppelstunde Mathematik usw. Sie können sich auf diese Weise intensiv mit einem Stoffgebiet verbinden. Die Lerninhalte ruhen danach bis zu einer erneuten Epoche dieses Gebietes und können sich in dieser Zeit setzen.

Der Epochenunterricht erstreckt sich von der ersten bis zur zwölften Klasse und wird bis zur achten Klasse in der Regel vom Klassenlehrer erteilt, in der Oberstufe dann von Lehrern mit einem speziellen Fachstudium.

Die üblichen, sich wöchentlich wiederholenden Fachstunden, die ab der ersten Klasse von Fachlehrern unterrichtet werden, behandeln Lernstoff, der laufend geübt werden muss (z.B. Fremdsprachen) oder deren Inhalte einen stark rhythmischen Charakter haben (Eurythmie, Sport, Musik, Religion, künstlerisch-handwerkliche Fächer).

Allen Lehrern fällt die Aufgabe zu, ihren Unterricht so zu gestalten, dass in den Schülern die schöpferische Fantasie angeregt wird und sich ein breites Spektrum von Fähigkeiten entfalten kann. Sowohl Klassenlehrer als auch Fachlehrer benötigen eine spezifische Ausbildung in Waldorfpädagogik.