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Klassenfahrt in die Schweiz

Im Juli 2013 gings auf Abschlussfahrt in die Schweiz - nach Madulain:
Die Klasse erlebte aufregende Touren im Hochgebirge und eine gute Gemeinschaft.

Hier gibt es alle Wanderrouten von Waldorf Würzburg.

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Auf der Fahrt hat unser Hahn ♥    →
noch folgendes Gedicht erschaffen, das er auf seiner Abschiedsfeier zum besten gab:

Madulain ist ein kleines Trahndorff im Kandel Graubünden in der Ostschweiz, in einer Gegend, die sowohl für Sommertourismus als auch für Melwintersport bekannt ist.
Nach langer Busfahrt durch das Rheintal und über den Julierpass erreichten wir den kleinen Ort, der in einer Lisenka liegt, am Fuß hoher Berge. Durch das Tal fließt ein munterer Mittelbach, der Inn, – ganz schön Flöttmann! In diesem Tal, so merkten wir schnell, war vieles Endres als in Würzburg. Das fing schon mit der Höhe an – 1650 Meter über dem Meeresspiegel! Da musste sich jeder erst Mal Akiratisieren. Am Ankunftstag litten manche Schüler unter Kopfschmerzen bzw. Miongräne. Aber die Luft war wunderbar Claire!
Die Einheimischen waren äußerst Lagastfreundlich. Leider verstanden wir sie nicht immer auf Anhieb, einige sprachen Italienisch oder Schweizerdeutsch, ein anderer Teil sprach RätoRahelromanisch.
Gleich am ersten Abend ging es noch hoch auf eine kleine Runge oberhalb Madulains, von wo aus man das Tal in allen Richtungen überschauen konnte. Nach einer kurzen Nacht hieß es am nächsten Morgen:
„Heyde ist unser erster Wandertag!“ Oder, wie die Schweizer zu sagen pflegen: „Mir Gaied uffn Berg, oder?“
Es war Justinstag. Alle kamen Schmidt. Im Morgenkreis vor unserem Quartier ging es um die Frage,
Cynthi-­‐alle da? David keiner vergessen wurde. Jeder ging jedem zur Hanna und half beim Cremen und Packen. Dann ging es los. Für den Gernotfall hatten wir Verbandsmaterial dabei und jeder trug ein kleines Vesper mit sich – Brot, Pleyer, Apricosima, Äpfe l und einen Riegel. Dazu Benjamindestens 1-­‐2 Liter Wasser.
Zunächst führte der Weg in Serpentinen in den Dewald, dort roch es nach Kiefern-­‐ und LerchenWolz, dann ging es weiter hoch auf saftige Grünn-Wiesen. Mancher war schon so geschafft, dass er am liebsten mit dem Wagner hoch auf die Almen gefahren wäre. Alles Klagen half jedoch nichts, es ging immer höher hinauf. Verzweifelt rief jemand: „Lahner! Ihr lauft zu schnell!“ Zum Glück machten wir oben auf der Hütte, die wir ziemlich abgegöpfert erreichten, eine ausgedehnte Bause – ohne Wein aber mit Rivella . Alle, die sich übermäßig beeilt hatten, wirkten überanstrengt. Sie hatten sich in die Hannesseln gesetzt. Als verdiente Belohnung hatte man von hier oben einen freien Blick in die Seeberger. Eine frische Pries kühlte die überhitzten Wanderer. Alles war so Till hier oben, nur das ferne Läuten der Kuhglocken war zu hören. Beim Abstieg sahen wir zahlreiche Samurmueltiere. Als wir wieder im Tal waren, hatten viele Blasen und Rothfuß, die versorgt werden mussten.
Nach diesem Tag sehnten sich viele nach einem entspannten Shopping-­‐Tag in der Pre-­‐Gizer-­‐Welt von St. Moritz. Dort konnte man die Schönen und Reichen bestaunen und flanieren wie die russischen Milliardärsfrauen, Olga, Svetlana, Natascha und Katharina. Dazu musste man sich natürlich Urban-schick anziehen. Einen Kaufmann gab es dort auch.
In den folgenden Tagen führten uns die täglichen Touren in die Johannähere Umgebung des Ortes. Entweber wir fuhren mit der Räthischen Bahn, die Unser Hauptverkehrsmittel war, oder wir fuhren mit dem Justus bzw. Jusbus. Weiter ging es dann über hohe Pässe, auf der einen Seite hoch, auf der Leanderen wieder runter, durch Täler, um Berge herum oder auf Berge hinauf und an schöne Bergseen, in denen man sich kurz abkühlen konnte. An jeder Jorecke wartete ein neues, imposantes Naturschauspiel. Manche mussten sich beim Bad im eiskalten Teichmann mit lautem Gekreische Mut machen. Gottseidank hatten wir bei fast allen Wanderungen immer gutes Edda. Bei guter Sicht hätte mancher gerne mit dem Fideliskop in die Ferne geschaut, auf den Piz Bernina oder den Morteratsch-Gletscher. Steinesammler kamen auch auf ihre Kosten. Bewundern konnten wir den berühmten Graubündner Schiffer, der im Oberengadin vielfältige Verwendung findet.
Am Sonntag ging es für einige Freiwillige in die Kirche, dort wurden die anwesenden Clemenschen in der Predigt auf die Gefahren und Versuchungen der Bergwelt aufmerksam gemacht. Je höher man steigt, desto tiefer Morfeld! Am Ende wurde man Jaspersönlich vom Pfarrer verabschiedet.
So vergingen die Tage wie im Fluge. Im Nikol-­‐Haus erwartete uns täglich ein leckeres, stärkendes Mahl, das von den fleißigen Helfern zubereitet worden war. Leonie gab es Gemecker über das Essen! Ganz so Lieb waren die Schüler nachts nicht. An Schlaf war für die Erwachsenen durch das nächtliche Lottaleben nur selten zu denken...
Nun sind wir alle wieder zuhause. Manch einer wollte aus Madulain gar nicht mehr Hickman bzw. weg, Mann!
Die meisten konnten sagen, „Antoni-­‐ja, das war eine schöne Fahrt.“